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Männer und Frauen machen Pilates.
Entspannungstechniken

Aktive Entspannung – schön & kraftvoll mit Pilates

Lesezeit ca. 5 Min

Entspannen und gleichzeitig etwas für die Fitness tun? Mit Pilates ist das kein Problem. Das sanfte Ganzkörpertraining ist eine wahre Wohltat – vor allem bei Verspannungen oder Rückenschmerzen. Das Beste: Die aktive Entspannung hält sowohl Körper als auch Geist fit. Was Pilates ist und warum es so beliebt ist, haben wir uns für Sie näher angeschaut.

Pilates liegt voll im Trend – und das nicht ohne Grund: Kaum eine andere Entspannungsmethode trainiert die Tiefenmuskulatur und Körperhaltung so sanft und gleichzeitig so wirkungsvoll wie Pilates. Das Besondere der entspannenden Bewegung: Die Konzentration auf eine fließende Atmung und die Körpermitte. Aber was ist Pilates eigentlich genau?

Pilates: Aktive Entspannung für Körper und Geist

Pilates und Yoga  – wo ist da eigentlich der Unterschied? Oft werden die beiden Entspannungsmethoden miteinander gleichgesetzt und das, obwohl Pilates nichts mit der Spiritualität der jahrtausendealten Yogalehre gemeinsam hat. Zwar stehen auch beim Pilates Körper und Geist im Mittelpunkt, aber der Fokus liegt eher auf Körperbewusstsein und Beweglichkeit. Vor über 70 Jahren entwickelte Josef Hubert Pilates die entspannende Bewegungstherapie für den ganzen Körper. Dabei kombinierte er westliche Gymnastik mit fernöstlichen Yoga- und Selbstverteidigungstechniken. Sein Ziel: Die Pilates-Übungen sollen einen gesunden Körper und mentale Stärke aufbauen und erhalten.

Pilates – entspannt, aber effektiv

Pilates ist ein sanftes Ganzkörpertraining, das vor allem die Kraftausdauer, Beweglichkeit und mentale Stärke trainiert. Der Fokus liegt dabei auf den Bauchmuskeln, dem Beckenboden und der Rückenmuskulatur. Bei der aktiven Entspannungsmethode werden gezielt einzelnen Muskelpartien aktiviert, entspannt oder gedehnt – so wird die geistige Aufmerksamkeit komplett auf den eigenen Körper gelenkt. Dabei ist das „Powerhouse“ – oder auch das innere Kraftwerk – das Zentrum aller Pilates-Übungen.

Gemeint ist damit die Muskulatur der Körpermitte, der Beckenboden und das Zwerchfell. Bei jeder Übung der entspannenden Bewegung ist das Powerhouse aktiviert, denn: Beim Pilates kommt alle Kraft aus der Körpermitte. So steuert das Powerhouse jede Übung und lenkt zusätzlich das Bewusstsein auf die Körpermitte. Aber wie lässt sich dieses innere Kraftwerk aktivieren? Ganz einfach: Bringen Sie Ihren Atem in Einklang mit der Bewegung und versuchen Sie gleichzeitig den Beckenboden anzuspannen. Gerade Pilates Neulinge können von den sechs grundlegenden Prinzipien jeder Pilates-Übung profitieren und so Ihr Training verbessern:

  • Atmung:
    Das A und O bei Pilates ist das Zusammenspiel von Atmung und Bewegung – so wird die Tiefenmuskulatur aktiviert und obendrein Verspannungen vorgebeugt.

  • Zentrierung:
    Bei jeder Übung der aktiven Entspannungsmethode ist das Powerhouse aktiviert, was die Körpermitte trainiert.

  • Konzentration:
    Jede Übung wird von Anfang an bewusst ausgeführt, die Aufmerksamkeit ist auf den eigenen Körper gerichtet.

  • Kontrolle:
    Pilates-Übungen werden immer kontrolliert ausgeführt – hier gilt das Motto: Qualität vor Quantität.

  • Präzision:
    Die entspannende Bewegung folgt einem festgelegten Ablauf mit bestimmten Haltungsanweisungen.

  • Fließen:
    Ein wichtiges Grundprinzip beim Pilates: Die Bewegungen werden immer fließend ausgeführt.

Pilates – entspannendes Ganzkörpertraining

Das Ziel der Pilates-Übungen ist die Stärkung und der Muskelaufbau der Körpermitte. Obendrein wird mit Pilates die Körperhaltung verbessert, denn: Bei jeder Übung ist die Körpermitte – das Powerhouse – aktiviert. Die aktive Entspannung hilft dabei Stress zu reduzieren und die Schlafqualität zu verbessern. Doch das ist noch nicht alles: Auch Rücken- und Nackenschmerzen können hierbei durch die entspannende Bewegung vorgebeugt werden. Durch das Training mit dem eigenen Körpergewicht wird der Muskelaufbau stimuliert – ganz ohne Gelenke dabei zu belasten. Gerade bei Frauen erfreut sich die Entspannungsmethode großer Beliebtheit, weil sie den Beckenboden trainiert: Das hilft Inkontinenz vorzubeugen und steigert gleichzeitig den Spaß beim Sex – was wiederum helfen kann besser einzuschlafen.

Klassisch oder modern – die entspannende Bewegung kann beides

Das Beste an der aktiven Entspannungsmethode: Pilates eignet sich grundsätzlich für jeden. Gerade Anfänger profitieren von Pilateskursen, um sich die Bewegungsmethode von Anfang an richtig anzueignen – so kommt es erst gar nicht zu Fehlhaltungen. Ob Bodymotion, Standing Pilates oder Flying Pilates – es muss nicht immer klassisch sein, heute gibt es zahlreiche verschiedene Formen des Pilatestrainings. Traditionell findet die entspannende Bewegung auf dem Boden statt, aber es geht auch anders – mit Standing Pilates. Im Stehen werden hier die Muskeln gedehnt und gleichzeitig gestärkt. Wer vor allem das klassische Pilates kennt, wird merken wie viel Konzentration es fordert, um das Powerhouse auch stehend zu aktivieren. Wer noch mehr Abwechslung sucht, der kann es mit Flying Pilates probieren. Hier werden die entspannenden Übungen in der Luft hängend durchgeführt. Das intensive Bodymotion bezieht neben den Pilates-Übungen noch andere Trainingsmethoden wie Feldenkrais mit ein.

Pilates macht Spaß und ist abwechslungsreich – finden Sie heraus, welche Methode am besten zu Ihnen passt.

Pilates - FAQs: Die wichtigsten Fragen im Überblick

Was ist Pilates und wie funktioniert es?

Pilates ist ein sanftes Ganzkörpertraining, das gezielte Bewegungen mit bewusster Atmung verbindet. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Körpermitte, die Haltung und die kontrollierte Ausführung jeder Übung. Ziel ist es, die Muskulatur zu stärken, die Beweglichkeit zu fördern und gleichzeitig das Körperbewusstsein zu verbessern.

Für wen ist Pilates geeignet?

Pilates eignet sich grundsätzlich für viele Menschen, da die Übungen oft an das individuelle Trainingsniveau angepasst werden können. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene können von dieser Trainingsmethode profitieren. Besonders Menschen, die etwas für ihre Haltung, Beweglichkeit und muskuläre Stabilität tun möchten, finden in Pilates eine schonende und zugleich wirksame Bewegungsform.

Was bedeutet „Powerhouse“ beim Pilates?

Mit dem Begriff „Powerhouse“ ist beim Pilates die Körpermitte gemeint. Dazu zählen vor allem die Bauchmuskeln, der Beckenboden, die tiefe Rückenmuskulatur und das Zwerchfell. Dieses Zentrum spielt bei nahezu allen Übungen eine wichtige Rolle, weil von hier aus Stabilität, Kontrolle und Körperspannung aufgebaut werden.

Wie oft sollte man Pilates machen?

Wie oft Pilates sinnvoll ist, hängt von den persönlichen Zielen und dem individuellen Alltag ab. Viele Menschen profitieren bereits davon, wenn sie Pilates regelmäßig in ihren Wochenplan integrieren. Entscheidend ist vor allem die Kontinuität, denn eine wiederholte und saubere Ausführung unterstützt den Aufbau von Kraft, Beweglichkeit und Körpergefühl.

Was ist der Unterschied zwischen Pilates und Yoga?

Pilates und Yoga werden oft miteinander verglichen, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Beim Pilates liegt der Fokus vor allem auf Körperkontrolle, Stabilität, Atmung und der Kräftigung der Tiefenmuskulatur. Yoga kann je nach Stil zusätzlich meditative und philosophische Elemente enthalten, während Pilates stärker als funktionelles Körpertraining verstanden wird.

Kann Pilates beim Stressabbau helfen?

Pilates kann helfen, bewusste Bewegungsphasen in den Alltag zu integrieren und dadurch innere Anspannung zu reduzieren. Die Verbindung aus ruhiger Atmung, Konzentration und fließenden Bewegungen unterstützt dabei, den Fokus auf den eigenen Körper zu lenken. Viele Menschen empfinden Pilates deshalb als wohltuenden Ausgleich zu einem stressigen Tagesablauf.

Ist Pilates gut für den Beckenboden?

Pilates kann den Beckenboden gezielt ansprechen, da die Körpermitte bei vielen Übungen aktiv mitarbeitet. Ein trainierter Beckenboden ist wichtig für Stabilität, Haltung und ein gutes Körpergefühl. Deshalb wird Pilates häufig auch mit einer besseren Wahrnehmung der eigenen Körpermitte in Verbindung gebracht.

Kann man mit Pilates Muskeln aufbauen?

Pilates kann dabei unterstützen, Muskeln zu kräftigen, insbesondere in der tieferliegenden Muskulatur von Bauch, Rücken und Beinen. Im Vergleich zu sehr intensivem Krafttraining steht jedoch weniger der maximale Muskelzuwachs als vielmehr die kontrollierte Kräftigung im Vordergrund. Dadurch eignet sich Pilates gut, um Stabilität, Körperspannung und Bewegungsqualität zu verbessern.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Biologische Heilmittel Heel GmbH, Dr.-Reckeweg-Straße 2-4, 76532 Baden-Baden, www.heel.de


Literaturverzeichnis:1 Zitiert nach Professor Dr. med. Jörg Bojunga, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), www.endokrinologie.net/pressemitteilung/dauerstress-hormongleichgewicht.php.

2 gemessen im Speichel, Doering et al. (2016): Effects of Neurexan® in an experimental acute stress setting-An explorative double-blind study in healthy volunteers. Life sciences, 146, 139–147.; doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie mit n=64 gesunden Probanden.